Christian Springer – alias Fonsi – spricht aus, was ich schon lange denke. Wie absolut unmenschlich muss man sein, um die Schwächsten der Schwache für seine eigenen niederen Beweggründe zu instrumentalisieren? Westerwelle lenkt mit Hetze gegen HartzIV-Empfänger von den Steuerhinterziehern ab, Zensursula profiliert sich pünktlich zum Wahlkampf auf Kosten missbrauchter Kinder, Frau Käßmanns alkoholisierte Autofahrt verdrängt hoffentlich nur kurzfristig die nötige Debatte um die Missbrauchsfälle in der katholischen Kirche und die Journaille spielt bei diesem Dreck auch noch mit – und zwar nicht nur die üblichen Verdächtigen, wie BLÖD, FOCUS, WELT & Co, sondern auch selbsternannte Qualitätsblätter, wie Der Spiegel (Bildzeitung für Leute, die intellektuell erscheinen wollen) und DIE ZEIT.
Retweet this postUnbedingt anschauen! frontal21 nimmt sich des Guidos Verbalabsonderungen vor und stellt klar, aus welchen Grund sich arbeiten in Deutschland für immer weniger Leute lohnt: weil der Lohn einfach zu niedrig ist. Es wird auch mit dem Märchen aufgeräumt, ALGII-Empfänger wären alle faule Säcke.
HarztIV runter oder Löhne rauf? und auch sehr sehenswert: Interwiews mit Prof. Dr. Gustav A. Horn, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung der Hans -Böckler- Stiftung, der sich eindeutig für einen branchenübergreifenden gesetzlichen Mindestlohn ausspricht, und Karl Brenke, Arbeitsmarktexperte beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung.
Retweet this postWer schon immer mal wissen wollte, wie genau die spätrömische Dekadenz bei uns HarztIV-Empfängern so ausschaut, der sollte sich morgen un-be-dingt extra3 im NDR anschauen. Sendezeit: 22:30.
NDR ist im übrigen die Abkürzung für NordDeutscher Rundfunk – einem jener den Privatsendern so lästigen öffentlich-rechtlichen Sendern, die es ab und zu noch wagen satirisch oder kabarettistisch auf Misstände aufmerksam zu machen.
Retweet this postEin schönes Video mal wieder. Diesmal von quer (Bayrischer Rundfunk). Seziert wird daß Geblubber, welches Guido Westerwelle in den letzten Tagen so abgesondert hat. Kaum überraschendes Ergebnis: so gut wie alle FALSCH!
Trotzdem sollte man den Herrn Westerwelle nicht unterschätzen. Der Mann ist nicht blöd – das zu denken hiesse, einen gefährlichen Demagogen zu unterschätzen. Dem Mann ist sehr wohl klar, daß auf eine Absenkung der HartzIV-Sätze quasi automatisch eine Absenkung der bereits erbärmlich geringen Niedriglöhne folgen wird. So viel dann zu “Arbeit muss sich wieder lohnen” und dem ach so heiligem Lohnabstandsgebot.
Retweet this postDas Bundesverfassungsgericht hat sein Urteil gesprochen und sofort krochen überall die Menschenverächter aus ihren Löchern. BLÖD-Leser sind empört – EMPÖRT! – über dieses Urteil, diverse Schranzen aus “christlichen” Parteien blöken, daß als Resultat ja vielleicht sogar der Regelsatz gesenkt werden könnte.
Wirklich kluge Äusserungen zum Urteil sind jedoch rar – weswegen ich hier auf eine verlinken möchte:
Wollten die Koalitionäre der Kinderarmut in Deutschland wirksam begegnen, müssten sie die armen Kinderreichen statt der Reichen mit vielen Kindern materiell fördern. Nur bilden sozial Benachteiligte weder die Klientel der FDP, noch vertreten die „christlichen Volksparteien“ ihre Interessen, auch wenn die jetzige Bundessozialministerin und für Hartz IV zuständige Ressortchefin Ursula von der Leyen im Wahlkampf die Kinderarmut zu dem für sie drängendsten Problem erklärte.
Da jene drei Parteien eine Regierungsmehrheit errungen haben, deren Spitzenrepräsentant(inn)en sich mehr als die übrigen darum sorgen, dass die Wohlhabenden, Reichen und Superreichen nicht zu viel Einkommen- bzw. Gewinnsteuern zahlen, wird die Ungerechtigkeit des Steuersystems und damit auch die soziale Ungleichheit in der Bundesrepublik spürbar wachsen. „Reichtumsförderung statt Armutsbekämpfung“ wird mit der Begründung zum Regierungsprogramm erhoben, man müsse die „Leistungsträger“ stärker unterstützen. „Arbeit muss sich wieder lohnen“ hatte ausgerechnet die FDP plakatiert – jene Partei, die am energischsten gegen Mindestlöhne eintritt sowie den Leiharbeits- und Minilohnbereich ausweiten möchte.
Quelle: Prof. Dr. Christoph Butterwegge, nachdenkseiten.de
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