…haben wir nun, was ich schon immer behauptet habe: um so höher das Einkommen, desto asozialer die Menschen.
Seit 2002 untersucht nun schon ein Team um den Konfliktforscher Wilhelm Heitmeyer in einer Langzeitstudie “Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit.” Die Ergebnisse stellen unseren “Eliten” ein erbärmliches Zeugnis aus.
Laut Studie:
- Verweigern besonders höhere Einkommensgruppen schwachen Gruppen ihre Unterstützung. Sie reklamieren verstärkt Etabliertenvorrechte. Ihr Anteil an jenen, welche die Abwertung schwächerer Gruppen betreiben, ist größer als der anderer Gesellschaftsgruppen.
- Die Reklamierung der Etabliertenvorrechte dient immer der Besitzstandswahrung. Die oberen Einkommensgruppen sind jetzt verstärkt dabei, Privilegien zu sichern.
- Die zunehmende Islamfeindlichkeit zeigt sich insbesondere bei höheren Einkommensgruppen. Bildung wirkt in diesem Fall der Abwertung nicht entgegen. Islamfeindlichkeit ist konsensfähig, auch bei jenen, bei denen es bisher nicht zu erwarten war.
- Befürworter der Leistungsgerechtigkeit, die in höheren Einkommensgruppen besonders häufig gefordert wird, forcieren die Abwertung jener Gruppen, denen wenig Leistung zugesprochen wird – also Langzeitarbeitslose, Migranten und Wohnungslose.
- Rechtspopulistische Einstellungen nehmen insbesondere zwischen 2009 und 2010 in höheren Einkommensgruppen deutlich zu.
- Rechtspopulistische Einstellungen verbinden sich mit islamfeindlichen Einstellungen und sind aggressiv aufgeladen.
- Die Demokratieentleerung hat zwischen 2009 und 2010 weiter signifikant zugenommen.
PDF zum runterladen und selbst lesen [200 kB]
Wir leben also in einem Land, in dem der Wert eines Menschen an seiner Leistungsfähigkeit gemessen wird. “Minderleister” werden marginalisiert und diskriminiert – in Zukunft vielleicht sogar kriminalisiert? Es würde mich nicht wundern. Insbesondere die Eliten, und die, welche gerne Elite wären, sind mit wachsender Begeisterung dabei, Armen und Migranten immer mehr die Lebensgrundlagen zu entziehen während sie gleichzeitig eifersüchtig und bissig ihre eigenen Pfründe verteidigen.
Mit Gallop in den neuen Faschismus!



