Die traurige Wahrheit über die Randale in Grossbritannien

Gestern beim fefe aufgegabelt: Ein Reporterteam hat einen jungen Demonstranten gefragt, ob Randale das richtige Mittel für Protest sei. Die Antwort hat das Team in ihrer simplen Wahrheit und Einfachheit dann doch wohl etwas sprachlos gemacht:

“Ja,” sagte der junge Mann. “Sie würden jetzt nicht mit mir sprechen, wenn wir nicht randalieren würden, oder?”

Dazu fiel dem TV-Reporter von Großbritanniens ITV keine Antwort ein. Also legte der junge Mann nach. “Vor 2 Monaten sind wir nach Scotland Yard marschiert, mehr als 2000 von uns, alle Farbige, und es war ein friedlicher Marsch. Und wissen Sie was, davon hat kein Wort in den Zeitungen gestanden. Dann ein wenig Randale und Plündern gestern Abend und schauen sie sich jezt mal um.” [...] Ein Dutzend TV-Crews und Zeitungsreporter interviewten die jungen Männer überall.

Zu dem Thema gibt es übrigens auch einen sehr lesenswerten Artikel bei den Nachdenkseiten:

Die Gewalt in Großbritannien ist ein Symbol für das Scheitern der konservativen Ideologie in ihrer werte-losen Ausprägung. (Siehe dazu auch den Artikel im Tagesanzeiger). In dem diese Konservativen die Herrschaft der Märkte und der Selbstbereicherung als Organisationsprinzip der Ökonomie gepredigt haben, haben sie zugleich ihre sonst so hoch gehaltenen eigenen Werte ruiniert. Indem sie ihre Herrschaft mithilfe von rücksichtslosen Medienunternehmern wie Murdoch durchgesetzt und gefestigt haben, haben sie die Lebensgrundlagen demokratischer Willensbildung zerstört. Indem sie den Kommerz bei den elektronischen Medien wie auch im Umgang mit öffentlichen Leistungen und öffentlichen Unternehmen durchgepaukt haben, zerstörten sie wichtige gemeinschaftsfördernde Einrichtungen. Dem Volk gehört nichts mehr, weder die Wasserwerke noch das Fernsehen, weder die Eisenbahn noch die Wohnungen.

Aufgegabelt: Wikileaks

Heute mal ein interssanter Artikel über Wikileaks in der taz. Während sich alle auf Julian Assange eingeschossen haben, macht der Rest der Crew still und leise einfach weiter – fast könnte man meinen, das wär so geplant gewesen. Die taz interviewt Kristinn Hrafnsson, isländischer Journalist und derzeitiger Sprecher von Wikileaks.

Die US-Regierung sagt, die Wahrheit sei eine destabilisierende Kraft. Wir haben diese Aussagen früher schon von anderen gehört und jetzt hören wir sie in einer sehr überzogenen Form von dieser Seite.

[...]

Zum einen sehe ich eine Tendenz zu wachsender Geheimhaltung und gleichzeitig sehe ich, dass die traditionellen Medien, zu denen ich 20 Jahre lang gehörte, immer weiter beschnitten werden – finanziell und personell. Investigativer Journalismus ist fast zu einer bedrohten Art geworden. Zu große Nähe von Unternehmen und Regierungen fördert Korruption, es ist ungesund für Demokratie und Gesellschaft. Größere Transparenz trägt zu mehr Verantwortung bei Regierungen und Unternehmen bei.

Quelle: “Wir hatten einen Notfallplan” taz.de

So kann man “Integrationsunwillen” auch erzeugen…

Die von Pöbel-Thilo losgetretene Integrationsdebatte war CDU/FDP anscheinend noch nicht erfolgreich genug. Verdammt aber auch, wenn so ein paar Studien genau das Gegenteil dessen beweisen, was man unters Volk geblökt haben möchte… da muss man doch was gegen machen können?!

Genau. Und aus diesem Grund hat die CDU nun vor, Fördermittel für Integration zu streichen. Wär doch gelacht, wenn wir den Ali nicht integrationsunwillig bekommen würden! Nicht, daß der mittige deutsche Michel noch anfängt zu glauben, das wär alles garnicht so schlimm, mit den Migranten.

Hierzu passt dann auch jener Artikel aus dem Stern wie Arsch auf Eimer, in dem dargestellt wird, wie die seriösen Journalisten von RTL und Co. Kindern mit “Migrationshintergrund”  bezahlen, vor laufender Kamera auf Assi zu machen.

Waldemar Olesch hat nach jahrelanger Erfahrung mit einschlägigen Angeboten von TV-Produktionsfirmen eine Liste der Beträge zusammengestellt, die von Medienmachern an Jugendliche gezahlt wurden. Ein Auszug: *Für das Zeigen einer Stichwaffe wurden Beträge von 20 bis 50 Euro bezahlt. * Für ein Gruppenfoto mit einem Messer im Bild gab es bis zu 400 Euro. * Für das Zeigen eines Gewaltvideos im Handy wurden Beträge zwischen 10 und 30 Euro gezahlt. * Das Erzählen einer Skandalgeschichte war 250 bis 400 Euro wert. * Für eine gestellte Prügelszene gab es 400 Euro. * Für Posen mit Kapuze vor der Kamera wurden 30 bis 100 Euro gezahlt. * Das Andeuten eines Steinwurfs in Richtung der Reporter war 250 Euro wert. * Der Wurf eines Mülleimers aus dem Fenster brachte es auf 120 Euro.

Und wer jetzt noch scheinheilig fragt, warum die das Geld denn annähmen, der hat anscheinend noch nie unter Hartz-IV-Bedingungen leben müssen.

Ja, es gibt Integrationsunwillige in Deutschland – aber nicht in dem Mass, wie es uns in den Medien vorgegaukelt wird und nicht ausschliesslich bei Menschen mit Migrationshintergrund. Die schlimmsten Integrationsverweigerer sind für mich Frau Merkel und die ganzen anderen Politschranzen.

Meinungsmanipulation im Hetzer-TV

Dieser Videoclip bezieht sich zwar nur auf RTL/RTL2, aber man kann das Strickmuster der mutwilligen und manipulativen Verfälschung auch bei anderen Sendern beobachten. Es wird absichtlich falsch informiert und gelogen um mit den aufgestellten Behauptungen ein düsteres Bild der Unterschicht zu zeichnen, welches sich per Dauerberieselung auch bei denjenigen in den Köpfen festsetzt, die immer abwiegeln, sie wüssten ja, daß das alles erfunden sei. Steter Tropfen höhlt bekanntlich den Stein und man sollte nie die Macht des bewegten Bildes unterschätzen.

Über eine Bekannte, die daran teilnahm, habe ich sozusagen Erfahrungen aus erster Hand mitgeteilt bekommen, wie bei der Sendung Frauentausch manipuliert und unter Druck gesetzt wird. Da wurde die Wohnung absichtlich verdreckt, die Kinder wurden aufeinandergehetzt – alles von Drohungen begleitet, die Frau beim Arbeitsamt als Sozialhilfebetrügerin zu denunzieren. Per Knebelvertrag wurden dann sie und ihre Familie zu Stillschweigen verdonnert, bei dessen Nichtbeachtung eine saftige Strafzahlung fällig wird.

Hier wird also mit beachtlicher krimineller Energie daran gearbeitet ein bestimmtes Bild von Arbeitslosen in der öffentlichen Meinung zu installieren. Die Früchte dieser Arbeit erkennt man daran, daß z.B. ein Habermas in der Welt einen Artikel veröffentlichen kann, bei dem jedem, der auch nur über ein Fünkchen an Menschlichkeit verfügt, das essen vom vorletzten Monat noch hochkommt.